Wie erstelle ich einen Blog?


Um deinen eigenen Blog zu erstellen und ein/e erfolgreiche/r Bloggerin / Blogger zu werden, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten. Welche Möglichkeiten dabei für dich am besten passen und auf welche Dinge du achten solltest, werden wir in diesem Beitrag klären.



Begriffe wie "Domain", "Blog-Plattform", "CMS" oder "Hosting" sind dir noch nicht bekannt? Keine Sorge, wir klären dich auf!


1. Ausgangslage und Ziel definieren


Bevor du mit dem Bloggen richtig loslegen kannst, solltest du dir bereits Gedanken gemacht haben, über welches Thema du schreiben, bzw. wie und wo du deinen Blog positionieren willst.


Beim Thema wirst du wahrscheinlich schon deine Ideen haben. Sei dir aber dessen bewusst, dass du regelmäßig Artikel verfassen solltest, um deinen Blog interessant und attraktiv zu halten.


2. Geeignete Blog-Plattform auswählen


    Eine Blog-Plattform stellt dir ein Grundgerüst für Aussehen, Formatierung, Funktionen etc. für deinen Blog zur Verfügung.


Möchtest du einen Blog erstellen, kannst du entweder auf einen der kostenlosen Blog-Hosting Anbieter zurückgreifen, oder das Ganze mit einer eigens gehosteten Blog-Plattform in die Hand nehmen.


  2.1 Kostenlose Blog Anbieter


Kostenlose Blog-Hosting Anbieter sind gut geeignet, wenn du das Bloggen nur kurz mal probieren willst, oder wenn du etwas schnelles und einfaches z.B. für deinen Urlaubsblog suchst. In diese Richtung gibt es bereits eine Vielzahl an Anbietern. Aufgrund seiner einfachen Bedienung möchten wir speziell den Anbieter Blogger erwähnen.


   Blogger

Blogger ist eines der ältesten Blog-Plattformen und gehört mittlerweile zu Google. Wer also einen Google-Account hat, kann bereits hier mit dem Bloggen starten. Man kann zwar mit CSS und HTML ein wenig am Design schrauben, viele Möglichkeiten hat man aber nicht.
 zu Blogger


Natürlich gibt es viele weitere Blog-Plattformen.


  2.2 Eigenes Hosting


Möchtest du das Bloggen etwas ernster nehmen, raten wir dir, eine Blog-Plattform oder ein anderes CMS auf einem eigenen Hosting zu betreiben. Dabei bleibst du selbstständig, wirkst nach außen professioneller und hast den maximalen Freiraum bei der Gestaltung deines Blogs.


   CMS: Content Management System.
Ein System, welches dir die Erstellung, Wartung und das Bearbeiten deiner Website / deines Blogs vereinfacht. Eine Blog-Plattform ist dabei ein CMS mit Fokus auf Blogs.


Bei einem eigenen Hosting sind diverse Blog-Plattformen meist schnell installiert. Du kannst dir aus vielen verschiedenen Themes, Templates oder Plugins einen grandiosen Blog zusammenstellen.


Qualität, Ausmaß und Kosten solcher Themes, Templates oder Plugins hängen dabei immer von der jeweiligen Plattform ab.


Eine der bekanntesten Blog-Plattformen ist WordPress. Ein Blog ist bei WordPress schnell eingerichtet und kann durch eine Vielzahl an Themes und Plugins gut individualisiert werden.

Mit einem professionellen WordPress Hosting Paket gelangen Sie schnell und einfach zu Ihrem eigenen Wordpress Blog inkl. kostenloses SSL Zertifikat.


Achte bei der Wahl deines Hosting-Providers darauf, ob derartige Systeme inkludiert sind bzw. installiert werden können.

WordPress ist eine der bekanntesten Blog-Plattformen. Es kann am eigenen Hosting betrieben werden und bietet zahlreiche Themes und Erweiterungen. WordPress stellt eine gute Basis für den Start als Bloggerin / Blogger dar.


3. Namen und passende Domain finden


   Eine Domain ist eine weltweit eindeutige Internetadresse.
Sie dient dazu, verschiedene Bereiche des Internets wie deine Website oder deinen Blog erreichen zu können.


Um deinen Blog erreichen zu können, wird eine Domain benötigt. Dein Domainname sollte kreativ sein, einen hohen Wiedererkennungswert haben und leicht mit deinem Blog in Verbindung gebracht werden können. Oft wird eine Kombination des eigenen Namens und dem jeweiligen Blog-Thema als Domainname gewählt.


Sollte dir kein passender Name einfallen, gibt es im Internet eine Vielzahl an Generatoren, die dir die Entscheidung erleichtern oder sogar abnehmen können.

Ein Wechsel der Domain ist möglich, wobei dieser oftmals mit einem hohen Arbeitsaufwand und einem möglichen Verlust der Leser verbunden ist!


Hast du dich für einen Domainnamen entschieden, muss die Verfügbarkeit der Domain geprüft werden. Ist der gewünschte Name noch frei, kann die Domain im nächsten Schritt registriert werden.
Die Kosten einer solchen Registrierung variieren und sind meist von der gewählten Top-Level-Domain (.at, .com, .de, .blog, .live,...) abhängig.


Je nach Wahl des Hostings kann über eine Domain mit Adresseinschränkungen oder Adresszusätzen nachgedacht werden. Solche Domains sind oftmals günstiger bis kostenlos.


Da der Domainname ein wichtiges Detail eines Blogs darstellt, empfehlen wir, in eine eigene Domain, ohne Adresseinschränkungen oder Adresszusätzen, zu investieren.

Hast du deine eigene Domain ist es einfach, deine Website und deinen Blog zu kombinieren. Du könntest dann deinen Blog einfach auf eine Subdomain, wie beispielsweise: https://blog.deinname.tld legen.

 

4. Hosting finden


Um den Lesern die Inhalte jederzeit und überall zur Verfügung stellen zu können und um den Blog betreiben zu können, wird ein Hosting benötigt.


  4.1 Hosting Provider


   Ein Hosting-Provider stellt dir die Infrastruktur für die Bereitstellung deines Blogs, Website, etc. zur Verfügung. Einfach gesagt, handelt es sich dabei um einen Speicher (Webspace) für deine Beiträge und Inhalte, welcher mit deiner Domain erreichbar ist. mehr zu Hosting


Bei der Wahl eines Hosting-Providers sollte man auf folgende wichtige Kennzahlen achten:


  • Ausfallzeiten

    Achte auf geringe und kurze Ausfallzeiten.

  • Verbindungsgeschwindigkeiten

    Eine hohe Verbindungsgeschwindigkeit ermöglicht deinen Lesern einen schnellen Zugriff auf deinen Artikel.

  • Größe des Webspace

    Je mehr Speicherplatz das Hosting-Paket zur Verfügung stellt, desto umfangreicher kannst du deinen Blog gestalten.

  • Zusätzliche Services

    Vergewissere dich, dass du deine gewünschte Blog-Plattform installieren kannst.

  • Support

    Wichtig ist auch die Qualität und Erreichbarkeit des angebotenen Supports.

  • Serverstandort

    In Hinsicht auf Datenschutz spielt der Serverstandort eine wichtige Rolle. Dieser sollte im Idealfall in Österreich oder Deutschland, zumindest aber in der EU sein.

Achte bei der Wahl deines Hosting-Providers auf ein kostenloses SSL-Zertifikat. Dies ermöglicht deinen Lesern, eine sichere Verbindung (https:) zu deinem Blog aufzubauen und weckt zudem ihr Vertrauen.



  4.2 Eigenes Hosting mit WordPress


Wie im 2. Punkt "Geeignete Blog-Plattform auswählen" erwähnt, ist WordPress eine sehr bekannte und gut geeignete Blog-Plattform. Diese kann dabei sehr einfach auf dem eigenen Hosting installiert werden. Hier gelangst du zu sämtlichen WordPress Informationen und Anleitungen.


  4.3 Weitere Content Management Systeme


Möchte man ein eigenes Hosting und den maximalen Freiraum genießen, hat jedoch keine passende Blog-Plattform gefunden, kann auch auf ein CMS ohne Fokus auf Blogs zurückgegriffen werden.


Mit einem CMS kannst du Aussehen und Verhalten deines Blogs nahezu komplett selbst gestalten. Neben ein wenig mehr Arbeit bedeutet das für dich: mehr Freiraum und Unabhängigkeit.


5. Webauftritt und Design anpassen


Das Design deines Blogs ist ein bedeutender Faktor dafür, ob ein Leser auf deiner Seite bleibt oder nicht.


Um dich von anderen Blogs abzuheben ist ein individuelles und einzigartiges Design wichtig. Bei nahezu allen CMS (oder Blog-Plattformen) kannst du dein Design schnell via Templates oder Themes wählen. Dabei können Hintergrundbilder und Farben leicht individualisiert und deinem Thema angepasst werden. Du kannst oft auch mit Plugins deinen Blog erweitern und nützliche Funktionalitäten aktivieren / einbauen.


Worauf du beim Design und der Bloggestaltung achten solltest:


  • Der Content soll im Fokus bleiben

    Achte immer darauf, dass deine Artikel im Vordergrund stehen und der Leser nicht zu sehr von anderen Dingen abgelenkt wird.

  • Individuelles und einzigartiges Design

    Verwende kein Standard Template. Individualisiere dein Theme so, dass du am Ende ein einzigartiges Design besitzt, welches sich von allen anderen abhebt.

  • Die richtigen Farben verwenden

    Verwende Farben, um den Besuchern die Orientierung zu erleichtern. Dabei kannst du bestimmte Elemente einfach hervorheben oder den Fokus auf bestimmte Elemente legen. Wichtig ist dabei, nicht zu übertreiben und die Farben richtig zu kombinieren. Dafür gibt es im Internet einige Farbpaletten, nach denen man sich richten kann.

  • Einfache Navigation

    Ermögliche den Lesern eine einfache und strukturierte Navigation zu deinen Artikeln.

  • Schnelle Ladezeiten

    Wer auf deinen Blog zu lange warten muss, wird ihn schnell wieder verlassen. Daher optimiere dein Design auf schnelle Ladezeiten, um keine Leser zu verlieren.

  • Responsive und auf alle Endgeräte abgestimmt

    Da dein Blog von vielen verschiedenen Geräten und Browsern aus angesteuert wird, musst du sicher stellen, dass dein Blog auch für User am Smartphone, Tablet etc. angenehm zu lesen ist.
    Hier kannst du überprüfen, ob dein Blog für mobile Geräte geeignet ist.


6. Die ersten Schritte auf deinem Blog


Bevor du mit dem Schreiben loslegen kannst, sollten noch einige wichtige Seiten erstellt werden.

  • Impressum

    Ein Impressum ist für nahezu alle Blogs (und Webseiten) gesetzlich vorgeschrieben. Du teilst deinen Nutzern mit, wer für den Blog und die Inhalte der Seite verantwortlich ist. Das Impressum muss zumindest Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und deine Postadresse enthalten.

    Das Impressum muss von jeder Seite leicht erkennbar und schnell erreichbar sein.

    Am einfachsten kommst du zu einem Impressum, wenn du einen der vielen Impressum-Generatoren im Internet verwendest.

    Bei fast allen CMS (oder Blog-Plattformen) ist es möglich, einfach und schnell eine Impressum Seite zu aktivieren. Dort kannst du dein eigenes oder ein generiertes Impressum einfügen.


  • Datenschutzerklärung & Cookies

    Generell ist die Einhaltung der DSGVO nur für Unternehmen oder Einrichtungen verpflichtend welche personzenbezogene Daten verarbeiten. Als Privatperson brauchen Sie sich also keine Gedanken machen. Wollen Sie Ihren privaten Blog in Zukunft monetarisieren ist es aber zu empfehlen wenn Sie diesen DSGVO konform machen. Wenn Sie einen Unternehmens-Blog aufbauen, ist der wichtigste Punkt die Verarbeitung personenbezogener Daten.

    Personenbezogene Daten sind z.B.:

    • Name
    • Adresse
    • E-Mail Adresse
    • Sozialversicherungsnummer
    • Kontonummer
    • IP-Adresse
    • Cookies

    Datenschutzerklärung: jede Website die der Einhaltung der DSGVO verpflichtet ist braucht eine Datenschutzerklärung. In dieser müssen die verarbeiteten Daten beschrieben werden. Mittlerweile gibt es online umfangreiche Beiträge zum Thema Datenschutzerklärung, außerdem gibt es einige Generatoren.

    Cookie-Hinweis: jede Website die der Einhaltung der DSGVO verpflichtet ist und Cookies verwendet, benötigt auf jeder Seite einen Cookie-Hinweis der dem Besucher die Möglichkeit gibt diese abzulehnen oder zu akzeptieren.


  • Profilseite

    Eine Profilseite, in der du dich und dein Leben kurz beschreibst, ist für den Leser interessant und du kannst somit Vertrauen und Sympathie bei deinen Besuchern gewinnen.

    Hobbys, Interessen oder Eigenschaften machen dich außergewöhnlich und helfen, deinen Leseranteil anzuheben.


  • Kontaktformular

    Damit Leser mit dir in Kontakt treten können, ist ein Kontaktformular unerlässlich. So ist es einfach Erfahrungen auszutauschen, neue Ideen zu sammeln und direktes Feedback zu erhalten.

    Ermögliche Kommentare am Ende deiner Artikel. So können deine Leser auch untereinander in Kontakt treten und Meinungen anderer Leser einsehen.


7. Inhalte schreiben und Leser finden


Bei deinen Inhalten hast du viel Spielraum und bist nur an wenige Einschränkungen / Empfehlungen gebunden.


Deine Inhalte sollten strukturiert und gut verständlich sein. Struktur kann dabei leicht mit Überschriften, Aufzählungen und dem Hervorheben von wichtigen Inhalten erreicht werden. Bei der Länge werden oft 500 bis 1000 Wörter empfohlen.


Achte darauf, dass der Leser den Inhalt verstehen kann und vermeide Rechtschreibfehler.


Um Leser zu erhalten, sollte dein Blog im Internet gefunden werden können. Dafür kannst du deinen Blog bei Google oder sonstigen Suchmaschinen kostenlos eintragen lassen.


Verknüpfe deinen Blog auch mit diversen sozialen Profilen.


Es gibt viele Schritte / Vorkehrungen, um die Reihung bei den Suchmaschinen zu verbessern und somit mehr Leser erreichen zu können. Derartige Schritte bezeichnet man als  Suchmaschinenoptimierung (SEO).


8. Prüfen Sie laufend die Sicheheit Ihres CMS


Um Ihre Website vor unerwünschten Änderungen Dritter zu schützen, ist es wichtig gewisse Grundsätze zu beachten und sich laufend über Sicherheitslücken zu informieren. Hier finden Sie eine Checkliste zur grundlegenden Website Sicherheit.