.euro Domain: Die Europäische Zentralbank will eine eigene Endung
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich bei der Internetverwaltung ICANN um die Domainendung .euro beworben. Adressen unter .euro sollen nach den Plänen der EZB ausschließlich sie selbst und die 21 nationalen Zentralbanken des Euroraums nutzen dürfen, darunter die Oesterreichische Nationalbank und die Deutsche Bundesbank. Ziel ist laut Bewerbung ein vertrauenswürdiger Raum für alles rund um den Euro, von den Banknoten bis zum digitalen Euro, und weniger Missbrauch durch gefälschte Seiten. Das zeigt eine Auswertung von Domaintechnik, nachdem die ICANN am 7. Oktober 2026 alle Bewerbungen der neuen Runde veröffentlicht hat.
Kaufen kann man eine .euro-Domain nicht, auch nicht nach dem Start. Wer eine europäische Adresse sucht, kann bei Domaintechnik schon heute eine .eu-Domain registrieren. Andere neue Endungen lassen sich kostenlos vormerken.
Kurz gesagt
- Bewerber: Europäische Zentralbank, Frankfurt am Main. Es gibt keinen weiteren Bewerber und keine Ersatz-Endung.
- Wer .euro nutzen darf: nur die EZB und die 21 nationalen Zentralbanken des Euroraums.
- Wofür: Informationen zu Euro-Banknoten, zum digitalen Euro, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.
- Warum: laut EZB, um Vertrauen zu stärken und Betrug, Phishing und irreführende Nutzung rund um den Euro zu erschweren.
- Unterstützung: 17 Unterstützungsschreiben von Notenbanken liegen der Bewerbung bei.
- Einzigartig: Die EZB ist die einzige Zentralbank und die einzige EU-Institution unter 481 Bewerbern weltweit.
- Nicht verwechseln: .eu gibt es seit 2006 und kann jede Person und Firma in der EU registrieren.
- Start: frühestens Ende 2027.
Stand: 8. Oktober 2026. Alle Angaben zur Bewerbung beruhen auf der ICANN-Datenbank vom 7. Oktober 2026.
Was steht in der Bewerbung der EZB für .euro?
Die EZB will .euro als geschlossene Endung betreiben, in der nur vorab zugelassene Institutionen Adressen bekommen: die EZB selbst und die nationalen Zentralbanken des Euroraums. Laut Bewerbung soll .euro ein „äußerst vertrauenswürdiges und sicheres Ökosystem“ werden, in dem diese Institutionen „alles über den Euro und Themen rund um die Zentralbanken“ kommunizieren.

Die wichtigsten Punkte aus dem öffentlichen Teil der Bewerbung:
| Frage | Antwort der EZB (übersetzt und zusammengefasst) |
|---|---|
| Bewerber | Europäische Zentralbank, Sonnemannstraße 20, Frankfurt am Main. Rechtsform: Institution der Europäischen Union |
| Bedeutung von „euro“ | die gemeinsame Währung vieler EU-Länder, die offizielle Währungseinheit (€) der Euro-Länder |
| Wer registrieren darf | „Registrierungen stehen der allgemeinen Öffentlichkeit nicht offen“, sondern nur der EZB und den nationalen Zentralbanken des Eurosystems. An einer Stelle werden zusätzlich „Partner“ der Notenbanken genannt. |
| Themen | Euro-Banknoten, digitaler Euro, öffentliche Bildung, Dialog mit Interessengruppen und weitere Aktivitäten rund um den Euro |
| Ziele | Vertrauen und Sicherheit stärken, Missbrauch reduzieren, den Euro „in der digitalen Wirtschaft“ vertreten, die digitale Identität und Glaubwürdigkeit der EZB stärken |
| Art der Bewerbung | keine Marken-Endung, aber mit Ausnahme vom Verhaltenskodex (Code of Conduct Exemption): Alle Adressen gehören dem Betreiber und dürfen nicht an Dritte verkauft oder weitergegeben werden |
| Freiwillige Schutzzusagen | ja, unter anderem Kontaktstelle für Aufsichtsbehörden und Regeln gegen Betrug und Belästigung |
| Konkurrenz und Ersatz-Endung | keine |
Quelle: ICANN Application Publication System, Bewerbung ECB2684T-T54124, Fragen Q1 bis Q25, Q118, Q133, Q170 bis Q188 und Q222, veröffentlicht am 7. Oktober 2026. Übersetzung: Domaintechnik.
Wie die EZB die Endung selbst einschätzt
Jede Bewerbung enthält eine Reihe von Fragen zur Wirkung der Endung auf die Öffentlichkeit. Die EZB beantwortet sie so: Menschen werden Adressen unter .euro für vertrauenswürdiger halten (Ja). Wird .euro missbraucht, drohen Verbrauchern erhebliche Risiken (Ja). Die Endung wird mit Tätigkeiten in Verbindung gebracht, die strenge Zulassung, staatliche Aufsicht und Berichtspflichten erfordern (Ja), und mit etwas, das üblicherweise Behörden tun (Ja).
Genau daraus leitet die EZB ab, warum .euro geschlossen bleiben soll. In der Begründung für die Ausnahme vom Verhaltenskodex heißt es, die Beschränkung auf autorisierte Institutionen des Eurosystems verringere „das Risiko von Betrug, Missbrauch, Phishing und irreführender Nutzung im Zusammenhang mit dem Euro“. Einen Wettbewerbsnachteil für andere sieht die EZB nicht, weil .euro „nicht als öffentlicher Domain-Markt“ betrieben wird.
Was die Ausnahme vom Verhaltenskodex bedeutet
Normalerweise muss ein Betreiber einer neuen Endung alle Registrare gleich behandeln, also alle Anbieter, die Domains verkaufen. Von dieser Regel kann sich befreien lassen, wer alle Adressen nur selbst oder für verbundene Unternehmen nutzt. Die EZB argumentiert, dass die nationalen Zentralbanken nach dem Statut des Europäischen Systems der Zentralbanken in die Struktur der EZB eingebunden sind und deshalb wie verbundene Einrichtungen behandelt werden sollten. Registrare will die EZB laut Bewerbung selbst auswählen, und zwar solche, die schon heute für nationale Notenbanken arbeiten und ein hohes Sicherheitsniveau nachweisen.
„Eine .euro-Adresse wäre so etwas wie ein Echtheitszertifikat im Adressfeld. Wer heute eine E-Mail von einer angeblichen Zentralbank bekommt, muss raten, ob der Link echt ist, sobald irgendwo ‚ecb‘ oder ‚ezb‘ im Namen steht. Unter .euro fällt dieses Raten weg, weil dort nur die EZB und die Notenbanken Adressen anlegen können. Für Betrüger ist das eine schlechte Nachricht“, sagt Fabian Ledl, Domainexperte bei Domaintechnik.
Welche Notenbanken stehen hinter .euro?
Nutzen sollen .euro die EZB und die 21 nationalen Zentralbanken des Euroraums, die in der Bewerbung einzeln aufgezählt sind. Der Bewerbung liegen 17 Unterstützungsschreiben bei, unter anderem aus Österreich und Deutschland. Belgien, Bulgarien, Lettland und Finnland sind in der Liste der Schreiben nicht aufgeführt.

In der Bewerbung beschreibt die EZB .euro als „eigenen Online-Raum für den Euroraum“ mit rund 350 Millionen Menschen in 21 Ländern und einer gemeinsamen Wirtschaftsleistung von 15 Billionen Euro. Die Unterstützung der Notenbanken zeige „eine gemeinsame Vision“ für die digitale Darstellung der Eurozone. Die Schweizerische Nationalbank gehört übrigens nicht dazu, weil die Schweiz den Euro nicht als Währung hat.
Warum will die EZB eine eigene Endung?
Die EZB will, dass man echte Seiten von Notenbanken auf einen Blick erkennt. Betrüger nutzen den Namen der EZB immer wieder: für gefälschte E-Mails, nachgemachte Internetadressen, falsche Profile von Direktoriumsmitgliedern in sozialen Netzwerken und Anrufe mit gefälschter Nummer.
Die EZB warnt auf ihrer Website ausdrücklich vor solchen Nachrichten, die etwa hohe Entschädigungszahlungen versprechen: „Diese Nachrichten sind nicht von der EZB.“ Echte E-Mails der EZB enden auf @ecb.europa.eu oder @ecb.int. Im August 2026 musste die EZB erneut warnen, weil sich Betrüger in Italien als europäische Finanzaufsicht ausgaben und Logos und Internetadressen dafür „geschickt nachgebaut“ hatten, wie das Portal Eunews berichtet. Die EZB stellte klar, dass sie „niemals“ nach Geld, Investitionen oder persönlichen Daten fragt.
Bisher nutzt die EZB die Adressen ecb.europa.eu und ecb.int, die nationalen Notenbanken jeweils eigene Adressen unter ihrer Länderendung, etwa oenb.at oder bundesbank.de. Eine gemeinsame Endung, die nur Notenbanken offensteht, wäre ein zusätzliches, leicht erkennbares Signal.
Ein Muster der Runde 2026
Mit diesem Gedanken ist die EZB nicht allein. Auch die Community-Bewerbung für .bitcoin will eine Endung als Echtheitsnachweis, und bei .human soll eine Adresse zeigen, dass ein Mensch dahintersteht. Ein bekanntes Vorbild ist .bank: Die Endung gibt es seit 2015, registrieren dürfen dort nur geprüfte Banken.
Interessant ist der Blick zurück: In der ersten Runde 2012 hatte die Europäische Bankenaufsicht (EBA) noch gewarnt, offene Endungen wie .bank und .fin könnten Betrug erleichtern. Jetzt bewirbt sich die EZB selbst, setzt aber auf das Gegenteil einer offenen Endung.
Wichtig für alle Nutzer: Eine geschützte Endung ersetzt nicht den prüfenden Blick. Betrüger können weiterhin Adressen unter anderen Endungen anlegen, die ähnlich klingen. Die Regel der EZB gilt weiter: „Überweisen Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen.“
Was hat .euro mit dem digitalen Euro und den neuen Banknoten zu tun?
Die EZB nennt den digitalen Euro und die Euro-Banknoten in der Bewerbung ausdrücklich als Themen für .euro. Alle drei Projekte fallen zeitlich zusammen: .euro kann frühestens Ende 2027 starten, der Pilot des digitalen Euro ist für die zweite Hälfte 2027 geplant, und über das Design der neuen Banknoten soll bis Ende 2026 entschieden werden.

Stand beim digitalen Euro
Das EU-Parlament hat am 9. Juli 2026 mit 416 zu 169 Stimmen bei 22 Enthaltungen beschlossen, mit dem Rat über die Verordnung zum digitalen Euro zu verhandeln. Der Rat der EU hatte seine Position am 19. Dezember 2025 festgelegt. Ziel ist laut Banca d’Italia, das Gesetzgebungsverfahren bis Ende 2026 abzuschließen. Die EZB hat 36 Zahlungsdienstleister für einen Pilotbetrieb ausgewählt, der in der zweiten Hälfte 2027 starten und etwa zwölf Monate dauern soll. Die erste Ausgabe ist derzeit für 2029 geplant, sobald die Verordnung beschlossen ist.
Ob der digitale Euro selbst unter einer .euro-Adresse zu finden sein wird, steht nicht in der Bewerbung. Sie nennt ihn als eines der Themen, über die die Notenbanken unter .euro informieren wollen.
Stand bei den neuen Banknoten
An der Umfrage der EZB zum Design der neuen Euro-Scheine haben 9,96 Millionen Menschen teilgenommen, rund 2,6 % der Bevölkerung im Euroraum. „Diese beeindruckende Zahl zeigt, wie sehr sich die Menschen in Europa für ihre künftigen Banknoten interessieren“, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am 23. September 2026. Der EZB-Rat will Ende 2026 über das Design entscheiden. Die neuen Scheine sollen ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf kommen, die heutigen bleiben gültig.
.euro oder .eu: Wo ist der Unterschied?
.eu ist die Länderendung der Europäischen Union und kann seit 2006 von Personen, Unternehmen und Organisationen in der EU und im EWR registriert werden, außerdem von EU-Bürgern mit Wohnsitz außerhalb. .euro ist eine beantragte neue Endung, die nur die EZB und die Notenbanken nutzen werden. Wer eine europäische Adresse für sein Unternehmen sucht, ist mit .eu richtig.

| .eu | .euro | |
|---|---|---|
| Art | Länderendung der EU | beantragte neue Endung |
| Betreiber | EURid, Brüssel | Europäische Zentralbank |
| Wer registrieren darf | Personen, Unternehmen und Organisationen in EU und EWR, EU-Bürger weltweit | nur EZB und nationale Zentralbanken des Euroraums |
| Registrierte Domains | 3.812.187, davon 969.038 in Deutschland und 114.032 in Österreich (Q2 2026) | noch keine |
| Verfügbar | seit 2006 | frühestens Ende 2027 |
| Bei Domaintechnik | jetzt registrierbar | nicht öffentlich erhältlich |
Quellen: EURid, Quartalsbericht Q2 2026; ICANN, Bewerbung ECB2684T-T54124.
Deutschland ist mit fast einer Million .eu-Domains das mit Abstand größte .eu-Land. .eu feiert 2026 sein 20-jähriges Bestehen: Am 7. April 2006 wurde die erste Million erreicht.
„Viele werden .euro und .eu verwechseln. Der Unterschied ist einfach: .eu kann jede Firma und jede Person in der EU registrieren, und zwar schon heute. .euro wird es nur für die Notenbanken geben. Wer seine Firma europäisch präsentieren möchte, braucht also nicht auf .euro zu warten“, sagt Fabian Ledl, Domainexperte bei Domaintechnik.
Welche Banken haben sich 2026 um eigene Endungen beworben?
Die EZB ist die einzige Zentralbank und die einzige Institution der EU unter den 481 Bewerbern der Runde 2026. Daneben wollen mehrere Geschäftsbanken und Finanzunternehmen eigene Marken-Endungen, zum Beispiel SWIFT, die Swedbank, die Bank of America sowie Großbanken aus Kanada und Japan.

Der Unterschied: Die Geschäftsbanken bewerben sich ausdrücklich mit Marken-Endungen für ihren eigenen Namen. Die EZB hat .euro dagegen nicht als Marke beantragt, sondern als Begriff, der für die Währung selbst steht. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich keine Bank beworben. Aus der Finanzwelt kommt dort nur die Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF) mit Sitz in der Schweiz, die das weltweite System der LEI-Kennungen für Unternehmen im Finanzmarkt betreut. Sie will .lei und .gleif. Die allgemeinen Begriffe .bank und .pay konnten 2026 gar nicht beantragt werden, denn beide Endungen gibt es bereits: .bank betreibt die fTLD Registry seit 2014, .pay gehört seit 2016 Amazon.
Was bringen geschützte Endungen? Die Zahlen der geoTLD.group
Endungen mit klarer Herkunft und klaren Regeln werden von ihren Nutzern behalten. Laut geoTLD.group, dem Verband der Städte- und Regionalendungen, werden .bayern-Domains zu 96,9 % und .berlin-Domains zu 92,3 % verlängert. Bei .com sind es 74,9 %, bei .xyz 23,5 % und bei .shop nur 14,3 %. Auch .eu liegt laut EURid mit durchschnittlich 82,5 % deutlich über vielen allgemeinen Endungen.

„Neue Registrierungen schaffen Bewegung, Verlängerungen schaffen Beständigkeit“, schreibt Jovan Djukanovic von der geoTLD.group. Für .euro spielt diese Rechnung keine Rolle, weil die Endung kein Geschäft sein soll. Sie zeigt aber, was eine klar abgegrenzte Endung leisten kann: Nutzer verbinden sie mit einer Herkunft und vertrauen ihr. Wie groß solche Endungen werden können, zeigen die Mitglieder der geoTLD.group: .berlin hat 44.064 Domains, .bayern 29.910, .wien 15.234 und .tirol 8.111 (Stand März 2026).
„Bei .euro zählt nicht, wie viele Domains es gibt, sondern dass jede einzelne echt ist. Auch wenige Adressen können reichen, wenn alle wissen: Unter .euro spricht nur eine Notenbank. Für Unternehmen gilt das gleiche Prinzip im Kleinen. Eine Adresse unter der eigenen Länderendung oder unter .eu wirkt seriöser als eine beliebige Endung. Das sieht man an den hohen Verlängerungsraten“, sagt Fabian Ledl, Domainexperte bei Domaintechnik.
Welche neuen Domainendungen gibt es 2026 noch?
.euro ist eine von 986 beantragten Endungen. Insgesamt hat die ICANN 1.615 Bewerbungen von 481 Bewerbern veröffentlicht, die erste Runde seit 2012. Die wichtigsten Themen:
- Alle Zahlen im Überblick: Länder, Bewerber und die umkämpftesten Endungen im Beitrag Neue Domainendungen 2026.
- KI: Google, Meta, OpenAI, Anthropic und Microsoft wollen eigene Endungen, .agent ist mit 13 Bewerbern die umkämpfteste der Runde. Mehr unter KI-Domainendungen.
- Krypto: 29 Krypto-Endungen von .bitcoin bis .usdt im Beitrag Krypto-Domains 2026.
- Promis und Politik: .trump, .maga und .taylorswift im Abschnitt Promis und Politik.
- Kurioses: .fart, .scam und .meow im Beitrag Kuriose Domainendungen.
- Schweiz: Die Stadt Lugano bewirbt sich selbst um .lugano.
- Österreich: .salzburg, .vienna und .linz, Überblick unter neue Domain-Endungen in Österreich.
- Deutsche Städte und Begriffe: .muenchen, .frankfurt, .verein und .stiftung im Beitrag Neue Domainendungen auf Deutsch.
- Hosting und Web: .api, .server, .wordpress und mehr unter neue Top-Level-Domains für Hosting und Web.
Wann startet .euro?
Frühestens Ende 2027. Da es für .euro nur einen Bewerber gibt, entfällt eine Auktion. Die Bewerbung muss aber alle Prüfungen der ICANN bestehen, und bis Mitte März 2027 können Regierungen, Organisationen und Privatpersonen Kommentare und Einwände einreichen.
| Termin | Schritt |
|---|---|
| 7. Oktober 2026 | Reveal Day: alle Bewerbungen öffentlich |
| 8. bis 21. Oktober 2026 | Bewerber können auf eine Ersatz-Endung wechseln (die EZB hat keine angegeben) |
| 17. November 2026 | String Confirmation Day: endgültige Liste der Endungen |
| 17. November 2026 bis 16. März 2027 | Kommentare und Einwände |
| erste Hälfte 2027 | Auslosung der Reihenfolge, in der die Bewerbungen geprüft werden |
| 2027 | Prüfung der Bewerbungen, rund 180 Tage |
| ab Ende 2027 | Start der ersten neuen Endungen |
Quelle: ICANN-Ankündigung vom 7. Oktober 2026.
„Der Reveal Day ist ein wichtiger Meilenstein für die nächste Erweiterung des Domain Name Systems“, sagt Kurtis Lindqvist, Präsident und CEO der ICANN. Die ICANN konzentriere sich darauf, ein faires, transparentes und vorhersehbares Prüfverfahren durchzuführen.
Übersetzung aus dem Englischen, Pressemitteilung der ICANN vom 7. Oktober 2026.
Ihre europäische Adresse, schon heute
.euro bleibt den Notenbanken vorbehalten. Ihre Wunschadresse unter .eu, .at oder .de können Sie sofort registrieren. Adressen unter anderen neuen Endungen der Runde 2026 merken Sie kostenlos und unverbindlich vor..eu-Domain prüfen Neue Endungen vormerken
Domaintechnik: der größte .wien Domain Registrar
Domaintechnik (Ledl.net GmbH & Co. KG) aus Straßwalchen ist seit 2004 von der ICANN akkreditiert und der größte .wien Domain Registrar der Welt: 27,0 % aller .wien-Domains werden bei Domaintechnik verwaltet, bei .tirol sind es 25,1 %. Domaintechnik wird neue offene Endungen als Registrar so früh wie möglich anbieten.
Kundinnen und Kunden bewerten Domaintechnik mit 4,89 von 5 Sternen bei Trusted Shops (2.693 Bewertungen seit 2016) und 4,9 von 5 Sternen bei Google (395 Rezensionen). Im Webhosting-Test von hosttest.at erhielt Domaintechnik die Note 1,4 („Sehr gut“). Stand der Bewertungen: 6. Oktober 2026.
Alle Beiträge zu den neuen Domainendungen 2026
- Überblick: Alle Zahlen zum ICANN Reveal Day 2026
- Österreich: .vienna, .linz und .salzburg
- Deutschland: .ber, .muenchen, .frankfurt und weitere Städtenamen
- .lugano: Eine Stadt bewirbt sich selbst um ihre Endung
- .euro: Die Europäische Zentralbank will eine eigene Endung
- KI-Konzerne: .agent, .claude, .gemini und Co.
- Krypto-Domains: .bitcoin, .crypto und .ethereum
- Promis: .trump, .maga und .taylorswift
- Kuriose Endungen: .fart, .scam und .meow
- Deutsche Wörter: .verein, .stiftung und .praxis
- Hosting und Web: neue Top-Level-Domains für Website-Betreiber
Ihre Wunschadresse unter einer neuen Endung können Sie bei Domaintechnik schon jetzt kostenlos vormerken.
Für Redaktionen
- 6 Grafiken zur freien Verwendung mit der Quellenangabe „Grafik: Domaintechnik“ und einem Link auf diesen Beitrag. Druckfähige PNG-Dateien (2400 px) auf Anfrage.
- Exklusive Auswertung: die vollständigen öffentlichen Antworten der EZB-Bewerbung und die Liste aller Banken und Finanzinstitute unter den Bewerbern, als Tabelle auf Anfrage.
- Interviews und Einordnung: Fabian Ledl, Domainexperte bei Domaintechnik
- Pressekontakt: presse@domaintechnik.at, Telefon +43 6215 20888603
Häufige Fragen zur .euro Domain
Was ist .euro?
.euro ist eine neue Domainendung, um die sich die Europäische Zentralbank bei der ICANN beworben hat. Sie soll ein geschützter Bereich im Internet werden, in dem nur die EZB und die Notenbanken des Euroraums über den Euro informieren.
Wer hat .euro beantragt?
Die Europäische Zentralbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist der einzige Bewerber. Die Bewerbung hat die Kennung ECB2684T-T54124.
Kann ich eine .euro-Domain kaufen?
Nein. Laut Bewerbung werden Registrierungen „der allgemeinen Öffentlichkeit nicht offenstehen“. Unternehmen und Privatpersonen können keine .euro-Adresse bekommen, auch nicht nach dem Start.
Was ist der Unterschied zwischen .eu und .euro?
.eu ist die Länderendung der EU, die es seit 2006 gibt und die jede Person und jedes Unternehmen in EU und EWR registrieren kann. .euro wäre eine neue, geschlossene Endung nur für die EZB und die nationalen Zentralbanken.
Welche Notenbanken dürfen .euro nutzen?
Die EZB und die 21 nationalen Zentralbanken des Euroraums, darunter die Oesterreichische Nationalbank, die Deutsche Bundesbank, die Banque de France und die Banca d’Italia.
Warum will die EZB eine eigene Domainendung?
Laut Bewerbung, um Vertrauen in den Euro zu stärken und Betrug, Phishing und irreführende Nutzung zu erschweren. Wer eine Seite unter .euro aufruft, soll sicher sein, dass sie von einer zuständigen Notenbank stammt.
Wird der digitale Euro unter .euro zu finden sein?
Das steht so nicht in der Bewerbung. Die EZB nennt den digitalen Euro aber ausdrücklich als eines der Themen, über die unter .euro informiert werden soll.
Ab wann gibt es .euro?
Frühestens Ende 2027. Bis dahin muss die Bewerbung die Prüfungen der ICANN bestehen. Bis 16. März 2027 sind Einwände möglich.
Hat sich noch eine andere Zentralbank beworben?
Nein. Laut Auswertung von Domaintechnik ist die EZB die einzige Zentralbank und die einzige EU-Institution unter allen 481 Bewerbern der Runde 2026.
Haben alle Euro-Länder die Bewerbung unterstützt?
Der Bewerbung liegen 17 Unterstützungsschreiben von Notenbanken bei. Belgien, Bulgarien, Lettland und Finnland sind in der Liste nicht aufgeführt. Nutzen dürfen .euro laut Bewerbung trotzdem alle 21 Notenbanken.
Woran erkenne ich echte E-Mails der EZB?
Laut EZB enden echte E-Mail-Adressen auf @ecb.europa.eu oder @ecb.int. Weil Absender gefälscht werden können, sollten Sie bei unerwarteten Nachrichten trotzdem keine Links anklicken. Die EZB fragt nie nach Geld oder persönlichen Daten.
Welche europäische Domain kann ich heute registrieren?
Die .eu-Domain, dazu Länderendungen wie .at, .de oder .ch. Bei Domaintechnik prüfen Sie die Verfügbarkeit sofort im Domain-Check. Adressen unter neuen Endungen lassen sich kostenlos vormerken.
Quellen
- ICANN: Bewerbung ECB2684T-T54124 (.euro), Europäische Zentralbank, öffentliche Antworten, abgerufen 7. Oktober 2026, Übersetzung und Auswertung Domaintechnik
- ICANN: Application Publication System, Runde 2026, Auswertung aller Bewerber durch Domaintechnik (7. Oktober 2026)
- ICANN: „ICANN Reveals 2026 Round Applications for New Generic Top-Level Domains“ (7. Oktober 2026)
- EZB: Warnung vor Missbrauch des Namens der EZB
- EZB: „Fast zehn Millionen Menschen nehmen an EZB-Umfrage zu neuen Euro-Banknoten teil“ (23. September 2026)
- Eunews: Bericht zur Betrugswarnung der EZB (20. August 2026)
- Banca d’Italia: „The European Parliament decided to open negotiations on the Digital Euro Regulation“ (9. Juli 2026)
- Banque centrale du Luxembourg: Pressemitteilung zum Pilot des digitalen Euro (14. Juli 2026)
- EURid: Quartalsbericht Q2 2026 und „Q2 2026: Celebrating 20 years of .eu“
- geoTLD.group: „Registrations start the story, renewals build the business“, Daten DNIB (10. September 2026), und Members Directory (März 2026)
- EBA: Stellungnahme zu .bank und .fin (2012)
- Rat der EU: Zeitleiste zum digitalen Euro, Verhandlungsposition vom 19. Dezember 2025
Über Domaintechnik: Domaintechnik ist eine eingetragene Wortmarke der Ledl.net GmbH & Co. KG mit Sitz in Straßwalchen (Salzburg). Das familiengeführte österreichische Unternehmen ist seit 1999 am Markt, ist von der ICANN akkreditiert, betreut über 40.000 Kundinnen und Kunden, bietet 632 Domainendungen an und ist der größte .wien Domain Registrar der Welt. Sämtliche Server stehen in Österreich.