.vienna, .linz und .salzburg: Drei neue Domainendungen für Österreich
Für Wien, Linz und das Bundesland Salzburg gibt es Bewerbungen um eigene Domainendungen: .vienna, .linz und .salzburg. Das zeigt die Liste der 1.615 Bewerbungen, die die Internetverwaltung ICANN am 7. Oktober 2026 veröffentlicht hat. Endgültig ist noch nichts: Die finale Liste folgt am 17. November 2026, starten sollen .vienna, .linz und .salzburg nach Einschätzung von Domaintechnik Ende 2027 oder Anfang 2028. Die Nachfrage ist international. Nach „vienna“ wird weltweit rund 698.000 Mal im Monat gesucht, 97 Prozent dieser Suchen kommen aus dem Ausland. Das zeigt eine Auswertung von Domaintechnik.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Was:Bei der ICANN liegen Bewerbungen für die Domainendungen .vienna, .linz und .salzburg vor, eingereicht von domainworx (.vienna, .linz) und tldbox (.salzburg).
- Konzerne: Auch Novomatic (.admiral) und Julius Meinl (.meinl, .juliusmeinl) bewerben sich um eigene Marken-Endungen; die Europäische Zentralbank hat .euro beantragt.
- Bewerbungen insgesamt: 1.663 eingereicht, 1.615 im Verfahren. Veröffentlicht am 7. Oktober 2026 um 20:00 Uhr (MESZ).
- Erste Runde seit 2012: Damals gab es 1.930 Bewerbungen, daraus entstand unter anderem .wien.
- Kosten: 227.000 US-Dollar Bewerbungsgebühr pro Endung, dazu rund 25.000 US-Dollar ICANN-Gebühr pro Jahr.
- Noch nicht fix: Bewerber dürfen bis 21. Oktober 2026 die Endung tauschen. Die finale Liste kommt am 17. November 2026.
- Start: Start von .vienna und .linz laut Domaintechnik Ende 2027 oder Anfang 2028.
- Nachfrage: „vienna“ wird weltweit rund 698.000 Mal pro Monat gesucht, mit allen Suchbegriffen rund um vienna rund 2,06 Millionen Mal, „salzburg“ 474.000 Mal, „linz“ 120.000 Mal.
Tipp
Laufend informiert bleiben: Sie können bei uns schon jetzt eine Domain-Registrierung vormerken und selbst auswählen, zu welchen neuen Domain-Endungen Sie Neuigkeiten erhalten möchten, zum Beispiel .vienna oder .linz. Wir informieren Sie, sobald es Neues gibt: Starttermin, Beginn der Vorrangphasen und Start der freien Registrierung.
„Eine eigene Endung macht eine Stadt im Netz sofort erkennbar. Wer jetzt schon weiß, welche Adresse er unter .vienna, .linz oder .salzburg haben möchte, kann sich bei uns für die neuen Domainendungen vormerken lassen. Sobald die Registrierung startet, melden wir uns.“ Franz Reischenböck, Geschäftsführer bei Domaintechnik, dem größten .wien-Registrar
Jetzt vormerken: Domainendungen vormerken
1.615 Bewerbungen: Das hat ICANN am Reveal Day veröffentlicht
Am 7. Oktober um 20:00 Uhr hat ICANN die Liste offengelegt: 1.615 Bewerbungen von 481 Bewerbern. 333 davon sind Markenendungen, 16 Community-Bewerbungen und 21 in nicht-lateinischen Schriften. Nur 15 Bewerbungen sind ausdrücklich als geografische Namen gekennzeichnet, 506 kommen aus Europa (ICANN).
Aus Österreich kommen drei neue Städte- und Landesendungen: .vienna und .linz von domainworx Service & Management sowie .salzburg von der tldbox GmbH. Eine vierte Regionalendung steht als Reserve auf der Liste: tldbox hat für .verein die Ausweich-Endung .noe für Niederösterreich angegeben. Aus Deutschland bewerben sich unter anderem .muenchen, .frankfurt, .bremen und .ulm. International stehen .roma, .lugano, .montecarlo, .bali und .québec auf der Liste, außerdem .budapest, das 2021 schon einmal gelöscht wurde.
Es ist die erste Runde seit 2012. Damals gingen 1.930 Bewerbungen ein, 1.241 Endungen gingen an den Start. Darunter sind Städteendungen wie .wien, .berlin und .hamburg, Branchenendungen wie .bank und Firmenendungen wie .microsoft. Die Bewerbungsgebühr ist seither von 185.000 auf 227.000 US-Dollar gestiegen. Gemeinnützige Organisationen, indigene Gruppen und kleine Firmen aus Entwicklungsländern zahlen über ein Förderprogramm 34.500 bis 56.750 Dollar. Ganz glatt lief die Runde 2012 nicht: Ein Softwarefehler machte Bewerberdaten sichtbar, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, ICANN musste das System zeitweise abschalten.
Zeitplan: Warum noch nichts fix ist
Die Endungen auf der Liste vom 7. Oktober sind Bewerbungen, keine Zusagen. Wer sich beworben hat, darf noch bis 21. Oktober auf eine Ersatzendung wechseln. Mehr als 1.100 Bewerbungen haben eine solche Ersatzendung angegeben.
| Datum | Was passiert |
|---|---|
| 7. Oktober 2026, 20:00 Uhr | Reveal Day: ICANN veröffentlicht alle Bewerber und Endungen |
| 8. bis 21. Oktober 2026 | Bewerber dürfen auf ihre Ersatzendung wechseln |
| 17. November 2026 | Finale Liste der Endungen, Beginn der Einspruchsfrist |
| 27. November 2026 | Letzter Tag für einen Rückzug mit 65 Prozent Erstattung |
| 16. März 2027 | Ende der Einspruchsfrist |
| 1. Halbjahr 2027 | Auslosung der Prüfreihenfolge, Prüfung rund 180 Tage |
| Ende 2027 oder Anfang 2028 | Geplanter Start von .vienna und .linz (Einschätzung Domaintechnik) |
Für Städtenamen gilt eine Zusatzhürde: Wer eine Stadtendung für städtische Zwecke will, braucht ein unterschriebenes Unterstützungs- oder Nichteinspruchsschreiben der zuständigen Behörde. Welche Stelle das in Österreich ist, legt der Staat selbst fest.
Die drei Bewerbungen im Detail
.vienna: Die englische Schwester von .wien
Wien hat mit .wien seit 2014 eine eigene Endung, .vienna zielt auf ein internationales Publikum. Unter .wien sind heute 15.234 Adressen registriert (geoTLD Group, März 2026).
- Bewerber: domainworx Service & Management · Mitbewerber: keine (Stand Reveal Day)
- Einwohner: 2.040.914 (1.1.2026)
- Nächtigungen 2025: 20,07 Millionen, Rekord
- Kongressstadt: Platz 1 im UIA-Ranking 2025, Platz 4 bei ICCA
- Suchen nach „vienna“: rund 698.000 pro Monat weltweit, 97 Prozent davon außerhalb Österreichs
- Gefragte Kombinationen: „vienna airport“ (33.000), „vienna pass“ (25.000), „vienna opera“ (9.600), „vienna hotels“ (8.700) Suchen pro Monat weltweit
Wien ist international wie kaum eine andere Stadt: 83 Prozent der Nächtigungen entfallen auf Gäste aus dem Ausland, 1,26 Millionen allein auf Gäste aus den USA. Der Kongresstourismus brachte 2025 eine Wertschöpfung von 1,7 Milliarden Euro, dazu kommen 50 internationale Organisationen und 124 Botschaften. Ronald Schwärzler, Geschäftsführer von punkt.wien, sieht .vienna deshalb als internationales Gegenstück, das die erfolgreiche deutschsprachige Endung .wien logisch ergänzt.
„Nach ‚vienna‘ wird fast drei Mal so oft gesucht wie nach ‚wien‘, und fast nur aus dem Ausland. Für Hotels, Kongressveranstalter und Exporteure ist .vienna deshalb die Adresse für internationale Gäste. Wer sich seinen Namen unter .vienna sichern will, kann sich bei uns schon jetzt für die neue Domainendung vormerken lassen.“ Franz Reischenböck, Geschäftsführer bei Domaintechnik, dem größten .wien-Registrar
.linz: Die zweite österreichische Stadt mit eigener Endung
Linz wäre nach Wien die zweite österreichische Landeshauptstadt mit eigener Endung: .linz. Auffallend: Aus Deutschland kommen fast so viele Suchen nach „linz“ wie aus Österreich.
- Bewerber: domainworx Service & Management · Mitbewerber: keine (Stand Reveal Day)
- Einwohner: 215.040 (1.1.2026)
- Nächtigungen 2025: 1.034.077
- Suchen nach „linz“: rund 120.000 pro Monat weltweit, 76 Prozent außerhalb Österreichs (Österreich 29.000, Deutschland 27.000)
- Gefragte Kombinationen: „linz austria“ (18.000), „linz open“ (13.000), „flughafen linz“ (12.000) Suchen pro Monat weltweit
Hinter .linz steht wie bei .vienna die domainworx Service & Management. Linz bringt eine starke Wirtschaft mit: rund 13.000 Betriebe, 104.033 Beschäftigte in der gewerblichen Wirtschaft und 110.310 Einpendler pro Tag. Dazu kommen 29.690 Studierende, der Titel UNESCO City of Media Arts, die Ars Electronica und das Erbe als Kulturhauptstadt Europas 2009.
.salzburg: Ein ganzes Bundesland mit Weltpublikum
.salzburg gilt für das ganze Bundesland mit 573.748 Einwohnerinnen und Einwohnern, vom Flachgau bis in den Lungau. 41.632 aktive Betriebe konkurrieren dort um dieselben Begriffe, doch eine Adresse wie hotel.salzburg gibt es nur ein einziges Mal.
- Bewerber: tldbox GmbH · Mitbewerber: keine (Stand Reveal Day)
- Einwohner: 573.748 im Bundesland (1.1.2026), davon 157.834 in der Stadt Salzburg
- Betriebe: 41.632 aktive Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer (31.12.2025)
- Nächtigungen: rund 30,5 Millionen im Tourismusjahr 2024/25, Rekord. Allein Pinzgau und Pongau kamen im Winter 2025/26 auf über 12,5 Millionen.
- Festspiele: 261.300 Gäste aus 84 Nationen (2026)
- Suchen nach „salzburg“: rund 474.000 pro Monat weltweit, doppelt so viele wie nach „wien“ (237.000) und fast siebenmal so viele wie nach „tirol“ (68.000)
- Prognose Domaintechnik: 4.300 bis 6.000 Adressen, im Mittel rund 5.100
Pro Kopf das größte Interesse: Weltweit wird pro Einwohner 1,8 Mal so oft nach Salzburg gesucht wie nach Wien, selbst wenn man „wien“ und „vienna“ zusammenzählt: 0,83 gegenüber 0,46 Suchen pro Einwohner und Monat. Und Salzburg braucht nur eine Endung. Auf Deutsch und Englisch heißt das Land gleich, eine .salzburg-Adresse wird in München, New York und London sofort verstanden.

Quelle: Ahrefs, Oktober 2026. Aus Deutschland wird immer öfter gesucht: Der Jänner 2026 war mit 127.807 Suchen der stärkste Jänner seit 2022, von Jänner bis September 2026 lag das Interesse 2,3 Prozent über dem Vorjahr.
Die Welt plant ihren Salzburg-Besuch von zu Hause: Nach „salzburg christmas market“ wird weltweit 10.000 Mal pro Monat gesucht, in Österreich nur 700 Mal. Auch die Regionen sind Weltmarken: „zell am see“ kommt auf 109.000 Suchen pro Monat und liegt damit vor „tirol“, „bad gastein“ auf 67.000 und „saalbach“ auf 32.000.
„In Salzburg wird es ein echtes Wettrennen geben. Es gibt hunderte Hotels, aber nur ein hotel.salzburg und nur ein skischule.salzburg.“ Fabian Ledl, Domainexperte bei Domaintechnik
Novomatic und Julius Meinl wollen eigene Endungen
Auch bekannte österreichische Marken sind in der Liste vertreten. Der Glücksspielkonzern Novomatic hat .admiral beantragt, benannt nach seiner Marke für Sportwetten und Spielstätten. Hinter der Marke Julius Meinl, bekannt vor allem für Kaffee, stehen gleich zwei Bewerbungen: .meinl von der österreichischen Julius Meinl Central GmbH und .juliusmeinl von der Julius Meinl AG mit Sitz in der Schweiz. Wie bei allen Marken-Endungen gilt: Unter ihnen legt in der Regel nur das Unternehmen selbst Adressen an, für die Öffentlichkeit sind sie nicht frei registrierbar. Ob die Endungen tatsächlich kommen, entscheidet sich erst im weiteren ICANN-Verfahren.
Prognose: So viele Adressen erwartet Domaintechnik
Domaintechnik rechnet für .vienna mit rund 7.000 Adressen nach drei Jahren, für .salzburg mit 4.300 bis 6.000 und für .linz mit rund 2.300. Grundlage sind die Erfahrungen mit .wien und .tirol, die internationale Suchnachfrage und der Verlauf vergleichbarer Endungen.

So wird bei .salzburg gerechnet: Domains des Vorbilds geteilt durch dessen Einwohner, multipliziert mit den 573.748 Einwohnerinnen und Einwohnern Salzburgs. Mit der Dichte von .wien ergeben sich rund 4.300 Adressen, mit der von .tirol rund 6.000. Der Tourismus spricht für das obere Ende der Spanne.
Vergleichswerte: .brussels kam drei Jahre nach dem Start auf 7.342 Adressen, heute sind es 8.203. Die englische Köln-Variante .cologne hat 4.044 Adressen, das sind 23 Prozent von .koeln. Bei .wien wurden 2014 rund 65 Prozent der Adressen des ersten Jahres in den ersten drei Monaten registriert. Wer früh dran ist, hat also die besten Chancen auf seinen Wunschnamen.
So läuft der Start ab: Phasen, Preise, Regeln
Neue Endungen starten in drei Phasen. Wer eine Marke hat, kommt zuerst zum Zug.
- Sunrise: Markeninhaber registrieren zuerst. Voraussetzung ist ein Eintrag der Marke im Trademark Clearinghouse vor Beginn der Phase.
- Landrush: Die Regeln stehen noch nicht fest. Möglich sind Vorrechte für bestehende Inhaber, reservierte Begriffe und Premium-Adressen.
- Allgemeine Registrierung: Wer zuerst kommt, bekommt die Adresse.
Preise: Eine .wien-Adresse kostet bei Domaintechnik im ersten Jahr 39,90 Euro, danach 53,99 Euro pro Jahr (inklusive 20 Prozent USt.). Die Preise für .vienna und .linz stehen noch nicht fest, sie werden sich voraussichtlich an .wien und .tirol orientieren.
Wer darf registrieren: Für .wien braucht es einen wirtschaftlichen, kulturellen, touristischen, historischen oder sozialen Bezug zu Wien. Die Regeln für .vienna und .linz legt der Betreiber noch fest.
Was kostet eine eigene Domainendung?
Allein die Bewerbung kostet 227.000 US-Dollar pro Endung, 42.000 Dollar mehr als 2012. Bis eine Stadtendung läuft, kommen laut Branchenschätzungen im ersten Jahr leicht 650.000 Dollar oder mehr zusammen.
| Posten | Betrag | Quelle |
|---|---|---|
| ICANN-Bewerbungsgebühr 2026 | 227.000 USD (2012: 185.000 USD) | ICANN |
| Prüfung geografischer Namen | bis zu 12.000 USD | ICANN Applicant Guidebook |
| Laufende ICANN-Gebühr | rund 25.000 USD pro Jahr, dazu 0,25 USD je Registrierung ab 50.000 pro Quartal | Domain Name Wire, CaptainDNS |
| Technischer Betreiber (Backend) | 50.000 bis 100.000 USD pro Jahr | CaptainDNS |
| Rechtliche Vorbereitung | 15.000 bis 50.000 USD | CaptainDNS |
| Gesamt im ersten Jahr (kommerzielle Endung) | 650.000 bis 1,2 Mio. USD | CaptainDNS |
Was beim Rückzug bleibt: Wer bis 27. November 2026 zurückzieht, bekommt 65 Prozent der Gebühr zurück. Danach sinkt die Erstattung auf 35 und dann 20 Prozent, nach Vertragsabschluss gibt es nichts mehr.
Wenn sich mehrere um dieselbe Endung bewerben: Einigen sie sich nicht, versteigert ICANN die Endung. Private Auktionen und bezahlte Einigungen zwischen Bewerbern sind diesmal verboten. Wie teuer das werden kann, zeigt die Runde 2012: .web ging 2016 für 135 Millionen Dollar weg.
Auch Städteendungen können scheitern: .budapest wurde trotz Unterstützung der Stadt nie gestartet und 2021 gelöscht. Der frühere Betreiber von .london verlor laut Domain Name Wire einen achtstelligen Betrag.
Exklusive Auswertung: Die Welt sucht „vienna“, nicht „wien“
Die Nachfrage nach den drei Städten kommt fast nur aus dem Ausland. Das zeigt eine Auswertung der weltweiten Suchdaten durch Domaintechnik.

Zusammen werden „vienna“ und „wien“ rund 935.000 Mal pro Monat gesucht, mehr als 11 Millionen Mal im Jahr. Der englische Name liegt fast drei Mal vor dem deutschen. Bei „salzburg“ kommen aus Deutschland (100.000) mehr als doppelt so viele Suchen wie aus Österreich (43.000).
Wer für diese Suchen bei Google Ads sichtbar sein will, zahlt pro Klick: laut Ahrefs im Schnitt 1,10 US-Dollar für „steuerberater salzburg“, 0,90 Dollar für „christkindlmarkt salzburg“ und 0,60 Dollar für „hotel salzburg“. Eine kurze Adresse, die Kunden direkt eintippen oder auf einem Plakat wiedererkennen, bringt Besuche ohne Klickkosten.
Bilanz: Wie laufen die Städteendungen von 2014?
.wien ist eine der wenigen Städteendungen, die ihren Bestand seit 2017 halten. Unter .wien laufen heute 15.234 Adressen, knapp 2 Prozent mehr als Ende 2017. .berlin hat im selben Zeitraum rund 21 Prozent verloren, .london fast 60 Prozent. Gewachsen ist dagegen .tirol, um 31 Prozent.

Die Zahlen zeigen: Eine Stadtendung lebt nicht vom Start, sondern von treuen Inhabern. Wer seine Adresse einmal hat, behält sie meist, die Zahl der Neuanmeldungen ist das Problem. Pro 1.000 Einwohner kommt Wien auf rund 7,5 .wien-Adressen, Berlin auf rund 12 .berlin-Adressen.
Was bringt eine Stadtendung Firmen und Bürgern?
Der größte Vorteil: Am ersten Tag ist jeder Name frei. Unter .at gibt es schon 1.541.551 Adressen, kurze Namen sind dort längst vergeben.
- Kurze, merkbare Adressen: baeckerei.salzburg statt baeckerei-mueller-salzburg.at
- Ortsbezug auf einen Blick: Kunden sehen schon an der Adresse, dass ein Angebot aus der Stadt kommt.
- Zweite Adresse für internationale Gäste: .vienna oder .salzburg spricht Touristen und Partner im Ausland an, die .at-Adresse bleibt.
- Markenschutz: Wer nicht registriert, riskiert, dass ein anderer firmenname.linz bekommt.
Städteendungen werden behalten. Laut geoTLD Group verlängern 96,9 Prozent der Inhaber ihre .bayern-Adresse und 92,3 Prozent ihre .berlin-Adresse. Bei Massenendungen wie .xyz sind es 23,5 Prozent, bei .shop 14,3 Prozent.
Exact Match und Google: was stimmt und was nicht
Google behandelt Städteendungen wie .com oder .org. Ein Suchbegriff in der Endung bringt laut Google keinen direkten Vorteil im Ranking. Der Nutzen liegt woanders: Eine Adresse wie hotels.vienna deckt sich mit dem, was Menschen suchen. Sie fällt im Suchergebnis auf, bleibt leichter im Kopf und kann deshalb mehr Klicks bringen.
„Eine Stadtendung ist kein Trick für bessere Rankings, sondern ein starkes Signal für Menschen. Wer ‚vienna hotels‘ sucht und dann hotels.vienna sieht, weiß sofort, dass er richtig ist. Genau dieser Klick entscheidet.“ Fabian Ledl, Domainexperte bei Domaintechnik
Alle Beiträge zu den neuen Domainendungen 2026
- Überblick: Alle Zahlen zum ICANN Reveal Day 2026
- Österreich: .vienna, .linz und .salzburg
- Deutschland: .ber, .muenchen, .frankfurt und weitere Städtenamen
- .lugano: Eine Stadt bewirbt sich selbst um ihre Endung
- .euro: Die Europäische Zentralbank will eine eigene Endung
- KI-Konzerne: .agent, .claude, .gemini und Co.
- Krypto-Domains: .bitcoin, .crypto und .ethereum
- Promis: .trump, .maga und .taylorswift
- Kuriose Endungen: .fart, .scam und .meow
- Deutsche Wörter: .verein, .stiftung und .praxis
- Hosting und Web: neue Top-Level-Domains für Website-Betreiber
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Häufige Fragen
Welche österreichischen Städte bewerben sich um eine eigene Domainendung?
Wien mit .vienna und Linz mit .linz (beide beantragt von domainworx Service & Management) sowie das Bundesland Salzburg mit .salzburg (tldbox GmbH). Wien hat zusätzlich seit 2014 die Endung .wien.
Ab wann kann ich eine .vienna-, .linz- oder .salzburg-Domain registrieren?
Noch nicht. ICANN veröffentlicht die finale Liste am 17. November 2026, danach folgen Einspruchsfrist und Prüfung. Der Start von .vienna und .linz ist laut Domaintechnik für Ende 2027 oder Anfang 2028 geplant, das genaue Datum legt der Betreiber fest. Wunschadressen lassen sich schon jetzt bei Domaintechnik vormerken.
Was kostet eine neue Domainendung?
Die Bewerbung bei ICANN kostet 227.000 US-Dollar. Dazu kommen rund 25.000 US-Dollar ICANN-Gebühr pro Jahr und die Kosten für Technik und Betrieb. Was eine einzelne Adresse für Endkunden kosten wird, legt der jeweilige Betreiber fest.
Bringt eine Stadtendung Vorteile bei Google?
Keinen direkten Rankingvorteil, Google behandelt sie wie .com. Eine passende Adresse kann aber mehr Klicks bringen, weil sie zur Suche passt und leichter zu merken ist.
Wie viele neue Domainendungen gibt es 2026?
Zur ersten Runde seit 2012 wurden 1.663 Bewerbungen eingereicht, 1.615 laufen weiter. 2012 waren es 1.930.
Was passiert, wenn sich mehrere um dieselbe Endung bewerben?
Dann müssen sie sich einigen oder ICANN versteigert die Endung. Private Auktionen sind in der Runde 2026 verboten.
Welche österreichischen Unternehmen bewerben sich um eine eigene Domainendung?
Novomatic mit .admiral und Julius Meinl mit .meinl. Eine zweite Bewerbung für .juliusmeinl kommt von der Julius Meinl AG aus der Schweiz. Es sind Marken-Endungen, die in der Regel nur das Unternehmen selbst nutzt.
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Sie wollen nicht warten? Bestehende Endungen wie .wien, .tirol oder .at können Sie sofort registrieren: Domain kaufen. Ob Ihr Wunschname frei ist, zeigt der Domain-Check, alle Preise finden Sie in der Preisübersicht.
„Bei neuen Endungen gilt: Wer zuerst kommt, bekommt den Namen. Wer sich bei uns für die neuen Domainendungen vormerken lässt, verpasst den Start nicht.“ Franz Reischenböck, Geschäftsführer bei Domaintechnik.
Domaintechnik: der größte .wien Domain Registrar
Domaintechnik aus Straßwalchen verwaltet 4.111 .wien-Domains und 2.035 .tirol-Domains, laut ntldstats ein Marktanteil von 25,85 Prozent bei .wien und 24,37 Prozent bei .tirol. Domaintechnik ist damit weltweit der größte Registrar für beide österreichischen Regionalendungen. Jede vierte österreichische Stadt- und Landesdomain kommt damit aus dem Flachgau. Für die neuen Endungen erwartet Domaintechnik 4.300 bis 6.000 .salzburg-Adressen, rund 7.000 unter .vienna und rund 2.300 unter .linz.

Kundinnen und Kunden bewerten Domaintechnik mit 4,89 von 5 Sternen bei Trusted Shops (2.693 Bewertungen seit 2016) und 4,9 von 5 Sternen bei Google (395 Rezensionen). Im Webhosting-Test von hosttest.at erhielt Domaintechnik die Note 1,4 („Sehr gut“). Stand der Bewertungen: 6. Oktober 2026.
Rückfragen und Pressekontakt
Sie berichten über die neuen Domainendungen .vienna, .linz und .salzburg? Wir stellen Ihnen gerne weitere Zahlen, Einschätzungen und Interviewpartner zur Verfügung.
- Pressekontakt: Elisa Ledl, Digitale Kommunikation, Domaintechnik, presse@domaintechnik.at, +43 6215 20888603
- Interviewpartner: Franz Reischenböck, Geschäftsführer von Domaintechnik, dem größten .wien-Registrar, und Fabian Ledl, Domainexperte bei Domaintechnik
- Grafiken: Alle Grafiken in diesem Beitrag sind frei verwendbar mit dem Vermerk „Grafik: Domaintechnik“. Druckfähige Versionen schicken wir Ihnen gerne zu.
- Updates: Am 17. November veröffentlicht ICANN die finale Liste. Wir aktualisieren diesen Beitrag und informieren Sie auf Wunsch.
Quellen und Methode
Suchdaten: Ahrefs Keywords Explorer, Abruf 7. Oktober 2026. Weltweites durchschnittliches Suchvolumen pro Monat der letzten 12 Monate. Anteil Ausland = weltweites Volumen minus Volumen Österreich. Stadtnamen enthalten auch Suchen nach gleichnamigen Vereinen und Veranstaltungen (etwa RB Salzburg, Vienna Open).
Domainzahlen: aktuelle Bestände und Verlängerungsraten von der geoTLD Group (2026), Vergleichswerte Dezember 2017 aus den Monatsberichten der Registries an ICANN. Marktanteile, Prognosen und Preise: eigene Daten von Domaintechnik.
- ICANN: Anzahl der Bewerbungen 2026
- ICANN: Bewerbungsgebühr 2026
- ICANN Applicant Guidebook 2026, Modul 3 (Gebühren)
- ICANN Applicant Guidebook 2026, Modul 7 (geografische Namen)
- CircleID: Reveal Day und Fristen
- ICANN: Reveal Day 2012
- geoTLD Group: Verlängerungsraten
- ICANN Monatsberichte der Registries (Beispiel .wien, Muster für alle Endungen)
- CaptainDNS: Kosten einer Endung
- Google Search Central: Umgang mit neuen Endungen
- CircleID: .web für 135 Mio. USD
- Domain Name Wire: .budapest gelöscht
- Statistik Austria: Bevölkerung 1.1.2026, Linz, Salzburg
- Statistik Austria: Tourismus 2025, Wien: 20 Mio. Nächtigungen, Linz Tourismus 2025
- Vienna Meeting: Kongressranking 2025
- nic.at: .at-Domains gesamt
Salzburg-Daten: Statistik Austria, Land Salzburg (Zahlenspiegel 2025), WKO (Mitglieder 31.12.2025), Salzburg24 (Tourismusjahr 2024/25, Wintersaison 2025/26), Salzburger Festspiele (Bilanz 2026), Ahrefs (Oktober 2026), Marktanteile: ntldstats, abgerufen am 4.10.2026. Weitere Quellen: Domaintechnik: .vienna und .linz, Domaintechnik: .salzburg, heise online: ICANN nimmt 2026 wieder Anträge entgegen, ICANNWiki: Runde 2012, Domain Incite: Was über die Runde 2026 bekannt ist