WordPress mit SQLite Object Cache beschleunigen.
Wiederkehrende Datenbankabfragen reduzieren.
Wenn WordPress eine Seite dynamisch erzeugen muss, ruft es dafür Inhalte, Einstellungen und weitere Informationen aus der Datenbank ab. Viele dieser Daten werden bei mehreren Seitenaufrufen immer wieder benötigt.
Ein persistenter Object Cache speichert häufig verwendete WordPress-Daten über einzelne Seitenaufrufe hinweg. Dadurch kann WordPress bereits vorhandene Informationen direkt aus dem Cache laden, anstatt sie erneut aus der Datenbank abzurufen.
Unsere Empfehlung für WordPress-Websites ist das kostenlose Plugin „SQLite Object Cache”.
Das Wichtigste auf einen Blick
Was ist ein Object Cache?
WordPress speichert Beiträge, Seiten, Einstellungen, Benutzerinformationen, Plugin-Daten und viele weitere Informationen in einer MySQL– oder MariaDB-Datenbank.
Beim Aufbau einer Seite führt WordPress deshalb zahlreiche Datenbankabfragen durch. Einige dieser Daten werden bei verschiedenen Seitenaufrufen wiederholt benötigt.
WordPress verfügt bereits standardmäßig über einen Object Cache. Ohne zusätzliche Erweiterung werden die zwischengespeicherten Daten jedoch normalerweise nur während einer einzelnen Anfrage aufbewahrt und danach wieder verworfen.
Ein persistenter Object Cache speichert geeignete Daten über mehrere Anfragen hinweg. Benötigt WordPress dieselben Informationen erneut, können diese direkt aus dem Cache geladen werden. Das reduziert die Arbeit der Datenbank und kann die serverseitige Verarbeitung beschleunigen.
Gut zu wissen
SQLite Object Cache ersetzt nicht die eigentliche WordPress-Datenbank.
Beiträge, Seiten, Benutzer, Bestellungen und Einstellungen bleiben weiterhin in MySQL beziehungsweise MariaDB gespeichert. SQLite enthält lediglich vorübergehende Kopien häufig benötigter Daten.
Object Cache und Seiten-Cache im Vergleich
Ein Object Cache ist nicht dasselbe wie ein klassischer Seiten-Cache. Beide Cache-Arten optimieren unterschiedliche Bereiche einer WordPress-Website.
| Cache-Art | Was wird gespeichert? | Besonders hilfreich bei |
|---|---|---|
| Seiten-Cache | Fertig erzeugte HTML-Seiten | öffentlich erreichbaren und weitgehend statischen Seiten |
| Object Cache | Häufig benötigte WordPress-Daten | dynamischen Seiten, Backend, Shops und angemeldeten Benutzern |
| Browser-Cache | Bilder, CSS-, JavaScript- und andere Dateien | wiederholten Besuchen mit demselben Browser |
Ein Seiten-Cache kann eine bereits fertig erzeugte Seite ausliefern, ohne dass WordPress sie vollständig neu verarbeiten muss.
Ein Object Cache optimiert hingegen die Daten, die WordPress während der Verarbeitung einer Anfrage benötigt. Das kann unter anderem für das WordPress-Backend, angemeldete Benutzer und dynamische Bereiche wie WooCommerce interessant sein.
Warum empfehlen wir SQLite Object Cache?
Für einen persistenten Object Cache werden häufig zusätzliche Dienste wie Redis oder Memcached eingesetzt.
SQLite Object Cache benötigt hingegen keinen eigenen Cache-Server. Das Plugin verwendet SQLite zur Speicherung der WordPress-Objekte und lässt sich dadurch besonders einfach und in fast jeder Serverumgebung einsetzen.
Gerade bei WordPress-Websites mit vielen Plugins, umfangreichen Inhalten oder WooCommerce kann ein Object Cache einen deutlichen Unterschied bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit machen.
Die tatsächliche Verbesserung hängt jedoch immer von der jeweiligen Website ab.
SQLite Object Cache installieren
Die Installation erfolgt direkt im WordPress Backend.
1. Vor der Installation prüfen
WordPress kann immer nur einen persistenten Object Cache gleichzeitig verwenden.
Ist bereits Redis, Memcached oder eine andere Object-Cache-Lösung aktiv, dürfen Sie SQLite Object Cache nicht zusätzlich einsetzen. Auch einige umfangreiche Caching-Plugins können eine eigene Object-Cache-Funktion anbieten.
Öffnen Sie zur Kontrolle im WordPress-Backend:
- Plugins → Installierte Plugins
- Prüfen Sie dort den Bereich Drop-ins.
- Wird bereits eine Datei mit dem Namen
object-cache.phpangezeigt, kann schon ein persistenter Object Cache aktiv sein.
Ein reiner Seiten-Cache ist normalerweise kein Problem. Entscheidend ist, dass nicht zwei persistente Object Caches gleichzeitig verwendet werden.
2. Plugin-Verzeichnis öffnen
Melden Sie sich im Administrationsbereich Ihrer WordPress-Website an.
Öffnen Sie anschließend in der linken Navigation:
Plugins → Installieren
3. SQLite Object Cache suchen
Geben Sie im Suchfeld folgenden Namen ein:
SQLite Object Cache
Wählen Sie das Plugin „SQLite Object Cache“ aus.
4. Plugin installieren
Klicken Sie auf:
„Jetzt installieren“
WordPress lädt das Plugin anschließend automatisch herunter.
5. SQLite Object Cache aktivieren
Nach Abschluss des Downloads klicken Sie auf:
„Aktivieren“
Das Plugin richtet den persistenten Object Cache automatisch ein. Eine zusätzliche Konfiguration ist für den normalen Einsatz in der Regel nicht notwendig.
Häufig benötigte Daten werden ab diesem Zeitpunkt nach und nach im Cache gespeichert. Bei späteren Anfragen kann WordPress bereits vorhandene Daten direkt daraus abrufen.
Tipp
Installieren, aktivieren, überprüfen, fertig.
SQLite Object Cache arbeitet nach der Aktivierung automatisch im Hintergrund. Im normalen Betrieb müssen Sie den Cache nicht regelmäßig leeren oder manuell verwalten.
Funktion des Object Cache überprüfen
Nach der Aktivierung sollten Sie kontrollieren, ob der persistente Object Cache ordnungsgemäß funktioniert. Öffnen Sie im WordPress-Backend:
Einstellungen → Object Cache
Dort finden Sie Informationen zum Status und zur Nutzung des Cache. Rufen Sie anschließend mehrere Seiten Ihrer Website sowie unterschiedliche Bereiche des WordPress-Backends auf. Danach sollten in den Statistiken erste Cache-Zugriffe sichtbar sein.
Werkzeuge → Website-Zustand
WordPress sollte dort erkennen, dass ein persistenter Object Cache aktiv ist.
Website nach der Aktivierung testen
Auch wenn SQLite Object Cache normalerweise ohne weitere Anpassungen funktioniert, empfehlen wir nach der Aktivierung einen kurzen Funktionstest.
Überprüfen Sie insbesondere:
- Startseite und wichtige Unterseiten
- WordPress Backend
- Kontaktformulare
- Login- und Benutzerbereiche
- bei WooCommerce den Warenkorb und Bestellvorgang
- andere wichtige individuelle Funktionen Ihrer Website
Funktioniert alles wie gewohnt, müssen Sie nichts weiter unternehmen.